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Lebenslauf
Der Pianist Umberto Barisciano zeichnet sich durch eine vielseitige und ausdrucksstarke musikalische Persönlichkeit aus, die ihn neben seiner pianistischen Tätigkeit auch zur Dirigiertätigkeit und zur Kammermusik führt.
In Neapel geboren, schloss er sein Studium am Conservatorio „D. Cimarosa“ in Avellino in sehr jungen Jahren mit Bestnote ab und erhielt im Alter von achtzehn Jahren den Bruno-Mazzotta-Preis als bester Absolvent des Jahres. Anschließend zog er auf Einladung von Prof. Wolfram Schmitt-Leonardy nach München, wo er seine Ausbildung zwischen Deutschland und Italien fortsetzte und das „Artist Diploma in Piano Performance“ an der Accademia Talent Music Master Courses in Brescia erwarb.
Seine künstlerische Entwicklung wurde durch die Teilnahme an bedeutenden internationalen Institutionen geprägt, darunter die Tibor Varga Academy in Sion, die Accademia Pianistica delle Marche sowie der Tonkünstlerverband Bayern in München. Er studierte bei renommierten Musikern wie Georg Friedrich Schenck, Roberto Paruzzo, Maurizio Baglini und Lorenzo Di Bella, bei dem er sein Masterstudium im Fach Klavier am Conservatorio „C. Monteverdi“ in Cremona mit Auszeichnung abschloss.
Er konzertierte in bedeutenden Sälen in Italien und im Ausland, darunter das Teatro Ponchielli in Cremona, das Teatro Carlo Gesualdo in Avellino, das Auditorium Gaber in Mailand, das Auditorium Arvedi in Cremona, das Art Center in Gyeongju (Südkorea) sowie das Historic Hoover Theater in San Jose (Kalifornien).
Nach einer erfolgreichen Teilnahme an der Sion Academy and Festival wurde er zu einer Konzerttournee in der Schweiz eingeladen, organisiert von der Fondation Château Mercier, dem Festival de Musique des Haudères und dem Festival Rencontre Orient-Occident.
Zu den besonderen Höhepunkten seiner Tätigkeit zählt ein Konzert für die FAI-Stiftung im Museo Teatrale alla Scala, bei dem er auf dem historischen Steinway-Flügel von Franz Liszt spielte, sowie seine Teilnahme am italienischen Pavillon der EXPO 2015. International trat er zudem beim Silk Road Cultural Festival in Südkorea auf und eröffnete dort die Goryeong Gun Nuri Hall.
In den letzten Jahren widmete er sich intensiv dem Werk von Ludwig van Beethoven und nahm an einem von der Cellistin Silvia Chiesa initiierten Projekt zur Gesamtaufführung der Werke für Violoncello und Klavier teil.
Im Jahr 2020 konzipierte und interpretierte er die originale Produktion Io, Beethoven: Inneres Opernprojekt für Stimme und Klavier, die mit großem Erfolg im Teatro dei Filodrammatici in Cremona sowie 2023 im Rahmen der Konzertreihe „Musica a Santa Tecla“ in Sanremo aufgeführt wurde.
2021 schloss er sein Masterstudium in Kammermusik am Conservatorio „F. Vittadini“ in Pavia mit Bestnote und besonderer Auszeichnung ab.
Neben seiner pianistischen Tätigkeit ist er zunehmend auch als Dirigent tätig: 2024 war er musikalischer Leiter und Dirigent einer Produktion von La Traviata von Giuseppe Verdi am Jackson Theater in Fremont (Kalifornien), wo er das CLAA Orchestra im Rahmen der Saison der California Lyric Artist Association dirigierte. Für das Jahr 2026 sind weitere Opernproduktionen in San Francisco geplant, darunter Tosca und La fanciulla del West von Giacomo Puccini.
Er wird regelmäßig als Korrepetitor und Begleiter für Gesangsmasterclasses und Instrumentalkurse eingeladen und arbeitete mit Künstlern wie Mario Luperi, Andrea Cigni, Maria Billeri und Francesco Fiore zusammen.
Er teilt Leben und Bühne mit der ukrainischen Pianistin und Sängerin Yevheniya Lysohor, mit der er ein eng verbundenes künstlerisches Duo bildet.